Ferrari 488 Spider Inspirata da Riva
Dieser Ferrari wäre gern ein Riva-Boot

Holz-Zierteile, spezieller Stoff und maritime Farben: Dieser Ferrari 488 Spider ist eine Hommage an die legendären Riva-Boote. So viel soll das Einzelstück kosten!
Bild: Jani Talja ©2026 Courtesy of RM Sotheby's
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Dieser Ferrari 488 Spider wäre gern ein Riva-Boot! Im Rahmen der Monaco-Auktion versteigert das renommierte Auktionshaus RM Sotheby's einen maritim angehauchten Ferrari 488 Spider, der so sicherlich kein zweites Mal existiert.
Ein Ferrari MUSS rot sein – eine These, die für viele Ferraristi und Fans der Marke längst überholt ist. Speziell in der jüngeren Vergangenheit beweisen viele Kunden Mut zur Farbe und ordern ihre Sportwagen in beinahe allen erdenklichen Tönen – nur selten in Rot. Diese Lust nach Individualisierung machen sich die Hersteller (speziell im Luxussegment) zunutze und bieten mittlerweile hauseigene Individualisierungsprogramme an: Porsche hat die Sonderwunsch-Abteilung, bei Lamborghini heißt es Ad Personam.
Praktisch führend in dieser Sparte ist Ferrari, die ihr Angebot sogar noch weiter differenzieren: So gibt es das "Ferrari Atelier" für Wünsche, die sich nicht direkt im Konfigurator realisieren lassen, und "Ferrari Tailor Made" für nahezu unbegrenzte Individualisierungen jeglicher Art. Aus letzterem Programm ist der hier gezeigte Ferrari 488 Spider "Inspirata da Riva" hervorgegangen, der am 25. April in Monaco versteigert wird.

Die Akzente in Weiß und Türkis laufen dezent im Diffusor aus.
Bild: Jani Talja ©2026 Courtesy of RM Sotheby's
Der erste und einzige Besitzer hatte eine klare Vision für die Konfiguration seines 670 PS starken und über 325 km/h schnellen 488 Spider: Er wollte eine Hommage an die legendären Riva-Boote erschaffen. Jene italienischen Motorboote, die seit Jahrzehnten als absolute Luxussymbole gelten und nicht selten als "Rolls-Royce der Meere" bezeichnet werden. In diesem Fall würde "Ferrari der Meere" wohl besser passen.
Aber schauen wir uns die einzigartige Konfiguration im Detail an: Für maritimes Flair sorgt eine Außenlackierung in "Blu Chiaro Metalizzato", bei der Frontsplitter, Seitenschweller und Teile der Heckschürze in "Bianco King" abgesetzt und mit einem dezenten Kontraststreifen in "Blu Tiffany" verziert sind. Hinzu kommen kleine, aber feine Details wie blaue Nabendeckel und der Verzicht auf die charakteristischen Scuderia-Embleme auf den vorderen Kotflügeln.

Der Zustand des 488 Spider ist nahezu makellos. Lediglich im Teppich sind Gebrauchsspuren zu erkennen.
Bild: Jani Talja ©2026 Courtesy of RM Sotheby's
Noch deutlicher wird der Riva-Bezug im Innenraum. Hier entschied sich der Erstbesitzer für eine weiß-beige Lederausstattung mit farblich zum Kontraststreifen passenden Kedern und Ziernähten in "Blu Tiffany". Fußräume und Einstiege sind mit einem grünlich schimmernden Spezial-Wollstoff (Kvadrat Steelcut) ausgekleidet, der unter anderem auch im Möbelbereich Verwendung findet. Für den finalen maritimen Touch sorgen sorgfältig eingesetzte Holz-Akzente – etwa am Mitteltunnel, an den Fußmatten sowie an den Einstiegsleisten und der Tailor-Made-Plakette. Auf Einstiegen und Mittelarmlehne prangen zudem "Inspirata da Riva"-Schriftzüge.
Der besondere Ferrari 488 Spider stammt aus dem Baujahr 2017 und hat gerade einmal 9925 Kilometer auf dem Tacho. Kein Wunder, dass er sich in hervorragendem Zustand mit nur minimalen Gebrauchsspuren präsentiert. Versteigert wird der 488 Spider inklusive eines passenden Taschensets und einer umfangreichen Dokumentation.

Nicht 08/15: Der Innenraum des 488 Spider wurde stilvoll zusammengestellt.
Bild: Jani Talja ©2026 Courtesy of RM Sotheby's
RM Sotheby's gibt den Schätzpreis mit 250.000 bis 320.000 Euro an – was angesichts der einzigartigen Konfiguration und des sehr niedrigen Kilometerstands mehr als fair erscheint.
Ein Blick in den AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt zeigt: Ferrari 488 Spider sind nicht unter 200.000 Euro zu finden. Gepflegte Exemplare mit moderaten Laufleistungen liegen etwa bei 250.000 Euro, Tailor-Made-Autos sind auf dem freien Markt nur selten zu finden – und wenn doch, entsprechend teuer.
Übrigens: Selbst die günstigsten Riva-Boote (Iseo) kosten neu deutlich über 300.000 Euro!
Fazit
Ferrari und Riva: Auch wenn es sich bei diesem Projekt nicht um eine offizielle Kooperation der beiden italienischen Traditionsmarken handelt, ist die Umsetzung extrem gelungen. Hier hat sich der Erstbesitzer viele Gedanken gemacht – das Ergebnis spricht für sich. Und für alle, die immer noch behaupten, ein Ferrari müsse rot sein, gibt es glücklicherweise zahlreiche Alternativen im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt.
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